input 2.0

ideen über coolere eingabegeräte und -methoden

1. anpassbare eingabeschnittstellen

heutige tastaturen mögen viele verschiedene sondertasten haben, doch das prinzip ist bei allen gleich und öde: eine taste hat eine aufgabe | mit der taste „L“ meint allermeistens „L“, nicht etwa „Я“, „übertakte die grafikkarte“ oder „spiele die heidi-titelmelodie“ | man umgeht diese einseitigkeit damit dass man irgendwelche tastenkombinationen definiert und den tasten „F1“ bis „F256“ eine halbwegs sinnvolle funktion gibt | doch all diesen kram muss man sich umständlich merken | der tastatur sieht man diese funktionen nicht an

ein interessanter prototyp dieser eines anpassbaren eingabegerätes ist das optimus-keyboard | schnell wird deutlich dass die grenze von toolbar-buttons (symbolleisten-knöpfen) und tastatur-tasten eingentlich nutzlos ist | der einzige grund warum man auf ein symbolleisten-symbol klickt ist dass man sich diese grausigen tastenkürzel nicht merken kann | mit der maus hätte man wahrlich wichtigeres zu tun und um dem platz auf dem bildschirm ist es auch schade..

stell dir einfach mal vor du hättest zu deinem lieblingsprogramm toolbars mit allen funktionen vor deinem bildschirm herumliegen, klingt das cool? ofkors

2. berührungsempindliche oberflächen

berührbare widgets

noch um einiges weiter kann man es treiben statt bildschirmtasten touchscreens verwendet |
und durch eine mir unbekannte techik gibt es multi-touch-screens die inzwischen auch fähig sind mehrere berührungen separat aufzunehmen können

ich glaube dass sich e-paper als darunterliegende anzeige für dieses ‚touchboard‘ gut eignen würde, da es hohe auflösungen unterstützt, hohen kontrast bietet und gerade bei standbildern sehr niedrige energieaufnahme hat

hier eröffnen sich die möglichkeien der fließenden übergänge:
slider (schieberegler) für normale hinterkommazahlen | schrollleisten und ’scroombars‘ (kombination aus scrollleiste und zoomfunktion, oft im videoschnitt und anderen zeitleisten verwendet) | winkel-einsteller | regler die nach dem jog- und shuttle-prinzip (eine bewegung des jog bewegt den wert im gleichen maße, wie ein mauszeiger zur maus | das shuttle ‚dreht‘ eine geschwindigleit mit der der wert kontinuierlich steigt/sinkt, mit der man sozusagen ’spult‘ | auch das ist im videoschnitt haufig und auch an vielen anderen stellen nützlich und intuitiv)

sogar 2-dimensionale sliders, jogs und shuttles sind möglich und (zum besipiel beim scrollen in großen bildern) sinnvoll

das nintendo ds und apple’s iphone zeigen wie interessant man berührungsempfindliche oberflächen und displays benutzen kann

welche interessanten möglichkeiten so ein touchboard bieten würde sieht man auch darin dass man z.b. eine klaviatur anzeigen lassen kann

was noch etwas fehlt ist das physikalische feedback, wie man es bei einer richtigen schreib- oder klaviertatstatur hat | eine gute lösung währen geprägte oder angerauhte folien zum auflegen

das man aber auch ohne starre abgestufte tasten viele interessante dinge machen kann beweist das musikinstrument continuum

3. die befreiung der hände

'touchboard' und cyberglove

computermäuse verfolgen ein anderes konzept als tastaturen und amaturen | sie ist weniger eine anordnung fester bedienelemente als vielmehr etwas das die bewegungen der hände in einen computer kopiert | die maustasten sind weniger steuerknöpfe als eine abstrahierung der finger auf ein bit das unterschiedliche funktionen erfüllen kann..

um mäuse zu ersetzen halte ich touchpads für eher ungeeieget | und auch das auf-den-blidschirm-drücken ist manchmal einfach unpraktisch weil man den kram dann mit deinen händen verdeckt | stell dir vor du würdes ein grafikprogramm mit den fingern benutzen..

das beste was einer maus passieren kann sind mehr freiheitsgrade und damit währe der erste schritt getan: die 3d-maus oder auch cyberpuck |
was man mit der dritten dimension anstellt? | nun erstmal kannst du deine hand genauso bewegen wie den cursor auf dem bildschirm | außerdem benutzen 2-dimensionale benutzeroberflächen schon seit ewigkeiten eine tiefenmethaphern für dinge die ‚übereinander‘ liegen, z.b. fenster | stell dir mal vor du würdest ein fenster oder ein objekt einfach anpacken können und könntest es, während du es bewegst nach ‚vorn‘ und ‚hinten‘ ziehen | viele bildbearbeitungs- und grafikprogramme benutzen ‚ebenen‘ zwischen denen du nun hin und hergleiten kannst | gleiches gilt für die seiten eines dokuments oder für die schlüsselbilder einer tween-animation

was man ‚vermissen‘ würde währe sicher das bekannte maus-hochheben-und-absetzen (wenn das mauspad oder der arm an seine grenzen geraten), das ganze lässt sich allerdings mit einem bit übergehen, das besagt „ignoriere alle bewegungen“ praktischerweise könte man diese information mit einer kleinen taste an der maus geben..

als nächstens währen die neigungen (rotationen) der ‚maus‘ (bzw des pucks) dran | joysticks und lenkräder funktionieren genauso, auch wenn sie gewöhnlich nur 1 oder 2 rotations-freiheitsgrade bieten .. | davon abgesehen dass man 3d-modelle so prima rotieren kann, kann man damit auch noch scrollen, zoomen oder sie als gesten verwenden (z.b. für das vor- und zurücksprimgen in der history)

zu guter letzt die finger, dafür erweitere ich mal die 3d-maus zu einer art datenhandschuh/cyberglove, etwa sowas | die sind bei den meisten nicht all zu gut unabhängig voneinander koordinierbar (bis auf den daumen, falls man den dazuzählt) | das kann man allerding einerseits super mit so einem handschuh üben und andererseits kann man mit den fingern noch etwas anderes: gestikulieren | um eine handgeste sicher zu erkennen braucht man vieleicht ein kleinwenig ki, aber es lohnt sich, denn damit kann man werkzeige, wie sie in diversen programen vorkommen einfach dadurch wechseln das man die geste seiner finger ändert

4. daumen hoch!

eingabegeräte für den daumen

daumen sind cool, sie besitzen das einzige sattelgelenk des menschlichen skelletts und haben in kombination mit den 2 scharniergelenken einen ziemlich großen und präzisen bewegungsradius

besonders mobile computer (spielkonsolen, telefone, musikplayer) nutzen daumen ziemlich intensiv | man kann damit knöpfchen drücken, richtungen per steuerkreuzen und ‚analog‘-sticks angeben und trackballs herumrollen

apple hat in seinen ipod-s schon lange das mechanische rädchen durch ein touchpad ersetzt | und ich glaube das man mit einen touchpad auch fast alles andere ersetzen kann

das „daumenpad“ was ich skizziert habe hat zusätzlich 9 leds im hintergrund | damit kann man anzeigen in was für einem modus sich das pad gerade befindet | möglich währen z.b. auch dinge wie eine 1d-jog/shuttle-kombination ein 2d-jog (wie ein trackball) oder ein 2d-shuttle (wie ein analog-stick), eine ‚kurbel‘ (wie im ipod), ein steuerkreuz oder 9 einzelne ‚knöpfe‘ | und touchpads und vollfarb-led-s dürften billig genug sein um sie in sie in allen möglichen kleinkram reinzubauen

5. patente stinken

ich weis garnicht wieviel dieser ideen in irgendwelchen patentämtern herumliegen und der ‚besitzer‘ alle die es umsetzen wollen ausquetscht wie marionetten | viele eingabegeräte sind teure nischenprodukte trotz ihres eindeutigen potenzials

patente verhindern innovation und gehören deshalb ignoriert, zerschwarzmarktet, abgeschaft und vergessen

–marti

all rites reversed: text und bilder bedingungslos frei

crosspost auf grünes-licht

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