lernen verboten!

deuzilla und seine schule

es ist schon interessant welche effekte die schulpflich hat: angeblich dient sie dazu das alle kinder eine schulausbildung zu garantieren, aber wenn ein kind nicht in eine vom staat anerkannte schule will gibt’s gewaltig stress

ich habe über das blog „Genügsames Leben“ von „freilernern“ erfahren, also kindern die mit ihren eltern einfach zu hause lernen und von der illegalen schule „Körnerwall
die eltern von schulfrei lernenden kindern werden aufs übelste abgezockt, Körnerwall ist inzwischen geschlossen

interessant ist das argument gegen freilernen und (legalen und illegalen) privatschulen: sie „entmischen“ die kinder
„vermischt“ währen sie, wenn kinder aus armen familien familien sollen mit kindern aus reichen familien zusammen lernen, damit beide irgendwie die „gleiche“ bildung bekommen
das von den staatlichen schulen die kinder nach der vierten klasse dann in „stufen“ geteilt werden, von denen nicht zufällig kinder aus wohlhabenderen familien in den oberen stufen zu finden sind, scheint keine „entmischung“ zu sein
dazu kommen diese quoten die schonmal festlegen das man eine bestimmte anzahl von schülern in eine bestimmte stufe steckt: eine grundschule die nur gymnasiasten hervorbringen würden währe das für den staat ein zeichen das die schüler nicht streng genug bewertet würden (!)
der grund ist einfach das man bereits schon ‚genug‘ abiturienten und studenen hat, mehr braucht der nationale staatskapitalismus nicht!
wie war das?: „du lernst nicht für die schule sondern für’s leben“ und leben tut man für den staat..

also: wenn kinder freiwillig „entmischt“ lernen ist das nach der meinung des schlimm
wenn der staat aber selbst ekelhafte methoden zur trennung der kinder in „stufen“ anwendet, und damit vielen menschen bildungsmöglichkeiten rücksichtsloß geommen werden, sagt das ministerium für donnerwetter nichts dagegen

und weils so schön war: wie wär’s mit kindergartenpflicht für alle? naja erstmal nur die kiddies, alle anderen können ihre kindergartenzeit dann später nachholen.. :P
is sogar ‚kostenlos‘! so kostenlos wie die bundeswehr..

sozialstaat ick hör dir platzen

–marti

bild von marti

7 Responses to “lernen verboten!”


  1. 1 anitz So 2007/Nov/11 um 21/37/29

    Cool, Marti! Jetzt bin ich dein Nummer eins Fan! Du hast mir hiermit mein erster PINGBACK beschert! Danke, danke, danke!

    Spaß bei Seite.

    Einer von Dagmar Neubronner’s kinder (aus Bremen, die eine Familie, deren zwei Söhne sich verweigern zur Schule zu gehen und jetzt vor Zwangsversteigerung des Eigenheims vom Vater Staat und / oder Erzwingungshaft einer oder beider Eltern) sagte als Günther Jauch fragte, wie lang er seinen Vater entbähren (arg, wie buchstabiert man dass???) könne, sagte er: ich würde ihn schon vermissen (wenn er in Erzwingungshaft kommen sollte), aber lieber 2-3 Wochen auf Papa verzichten, als dass wir 8 bzw. 10 Jahre zur Schule gezwungen werden.

    Und die Schulbehörden behaupten — nach-wie-vor — diese Kinder haben keinen eigene Meinung zum Ganzen, es sind die bösen Eltern… yada, yada, yada… Ich fand den 10 Jährigen jedenfalls für sehr reif und im Besitz einer güte Auffassung der deutsche Schulwesens!

    Deine Anitz

  2. 2 anitz So 2007/Nov/11 um 21/39/40

    Hey Marti,

    danke für den Hinweis über das neueste Kindergartenpflicht…

    und herzlichen Dank für die Erwähnung meines Blogs und die PING oben!

    Anitz

  3. 3 Großstadtpflanze So 2007/Nov/11 um 21/55/07

    Hallo Marti,
    schön, dass du dich mit dem Thema „Freilerner“ befasst.
    Wenn du noch intensiver in das Thema (und auch in das Thema Kinderrechte und „Nichterziehung“) einsteigen möchtest, dann kann ich dir folgende Links empfehlen:

    http://www.netzwerk-bildungsfreiheit.de
    http://www.leben-ohne-schule.de
    http://www.projektwerkstatt.de/lernen/haupt.html
    http://www.unerzogen.de
    http://www.kraetzae.de/

    Viele Grüße
    Großstadtpflanze

  4. 5 djfello Mo 2007/Nov/12 um 19/40/03

    Nun ich finde auch nicht gut das unabhängige, private Schulen eine schwierige Stellung in Deutschland haben.
    Aber es ist (meines Wissens nach) doch so, das private unabhängige Schulen nach gewissen Auflagen doch ihre Tätigkeiten durchführen können.
    Ich finde diese Auflagen/Richtlinien (wenn auch erzwungen) schon sehr wichtig. In Schulen sollen Kinder auf ihr Leben vorbereitet vwerden. Sie lernen Allgemeinwissen und erhalten später die Möglichkeit sich nach eigenen Interessen zu orientieren und zu entwickeln. Damit die Heranwachsenden dann im späteren leben weltweit eine Chance haben, ihre Träume und Wünsche möglichst zu erfüllen und Geld zu verdienen brauchen sie ein gewisses Maß an Bildung. Deswegen sollte vom Staat schon gewährleistet (zumindest versucht ^^) werden das jedes Kind, egal wo es lernt, dieses Bildungsniveau erreicht – oder besser gesagt zumindest uneingeschränkt anstreben kann. Dazu müssen Richtlinien festgelegt werden an die sich alle Bildungseinrichtungen halten müssen, ich glaube unabhängige Schulen die diese Richtlinien einhalten haben keine Probleme in Deutschland. Selbst die umstrittenen „Walddorfschulen“ existieren in Deutschland.
    So sehe ich das. Dumm wiederrum ist, das Bildung Ländersache ist – denn so wird Deutschlandweit kein einheitliches Niveau gefordert.

    „keine kritikfähigkeit, sondern man lernt nur wie man sich am besten anpasst.“ – a1021
    Ich glaube nicht das man in der Schule lernt wie man sich anpasst. Wenn man das dort lernt, dann nur durch Mitschüler, die Gemeinschaft. Ich zumindest habe in der Schule nicht gelernt mich anzupassen *grins*, sicher wurden uns Gesetze und Richtlinien im deutschen Staat gelehrt. Aber naja, das ist wahrscheinlich eine Ansicht die von der Auffassung und der eigenen Haltung zu diesem Staat oder überhaupt zu einem „Staat“ oder einer Regierung abhängig ist.

    PS.: An marti: Ich finde den Beitrag sehr interessant, aber an manchen Stellen leidet die Leserlichkeit wirklich sehr unter Ausdrucks’fehlern‘ die dir bei einer Korrekturlesung vll. sofort auffallen würden. ;)

  5. 6 Kardinal Novize Igor Do 2007/Nov/15 um 17/06/11

    @marti

    Ich bin ja eh auch für den Liberalismus, aber für den sich auf die Freiheit der Individuen beziehenden, im Gegensatz zu dem, der die Freiheit der Firmen meint, den Einzelnen nach Belieben auszunützen, auszuquetschen, ausbluten zu lassen und das versklavte Wrack dann weghauen zu dürfen – Ich halte es ganz nach deinem Motto „die freiheit des einen hört auf wo die freiheit des anderem anfängt“.

    Und da bin ich schon dafür, dass wir (=die nicht-Firmenbesitzer) uns zusammentun, und für unsere Freiheitsrechte eintreten! Wenn wir uns dann weiters mit den Besitzern zusammenraufen (wie das im Detail auch ausschauen mag) und wir zu einer Lösung kommen, mit der alle Leben können, so nenne ich das Staat. Es ist halt dann ein ideales Gebilde, die Wirklichkeit sieht schon anders aus, ehschowissen. Jetzt wissen wir aber: Es gibt Aasgeier (z.b. unter den Firmenbesitzern) die sich nicht an die Übereinkommen halten werden, wenn man sie nicht dazu zwingt. Ich denke, dass sich ein idealer Staat eben dadurch definiert, ein Maximum an Freiheit zu gewährleisten. Das bedeutet: Ein Mensch gewinnt verhältnismäßig wenig Freiheit dadurch, dass er die Freiheit hat, andere zu versklaven (Fall 1) (als Beispiel). Der Versklavte hingegen gewinnt enorm viel Freiheit, wenn er aus der Knechtschaft entlassen wird (Fall 2). Die Summe der Freiheit ist also für Fall 2 größer und dieser daher zu bevorzugen.

    Die Frage die sich stellt, lautet (meiner Ansicht nach) also: Wie lautet das Gleichgewicht zwischen Gesetz und Anarchie, welches die größtmögliche Freiheit bringt?

    P.S. Ich werde dich auf die Blogroll bringen zwecks besseren Gedankenaustauschs. Nachdem ich leider ein unfähiger Blogmaster bin, bitte ich um Geduld, bis mir da der Herr erstersein hilft.

  6. 7 marti Sa 2007/Nov/17 um 21/45/29

    @a1021
    ich finde den meisten unterrichts-inhalt in der staatsschule nicht soosehr tendenzös sondern einfach mangelhaft
    ich glaube was in mathe, physik und chemie gelehrt wurde kann man kaum politisch verfälschen, es wird blos ärgerlich simplifiziert und beschränkt sich in der ‚realschule‘ meistens auf einen wissensstand von 1900
    keine relativität, kein quantengedöns, kein unvollständigkeitssatz, keine nicht-euklidischen räume..
    in bio scheint öfter der mensch als nicht-tier behandelt zu werden, was sicher nicht allzuviel mit biologie zu tun hat
    deutschunterricht ist in seien heutigen form ziemlich verselbstständigt, da es nicht auf verständlichkeit oder kreativität ankommt sondern nur auf die ‚richtigkeit‘ nach irgendwelchen stumpfsinnigen duden-regeln

    literatur, musik und kunst halte ich für gebiete wo der frontalunterricht ziemlich versagt
    die bedeutung eines künstlers ist nun mal wirklich eine individuelle sache
    die frage ist nicht „wieveile symphonienen schrieb beethoven?“ sondern „wer hat bock auf theater/konzert/ausstellung/filesharing?“
    hier bringt ein lehrplan mit sicherheit keine vorteile weil es nunmal eigentlich keinen künstler gibt den man unbedingt kennen muss, und keinen den es überhauptnicht lohnt zu kennen..
    wenn man sich damit beschäftigt wird man sehen wer auf wen einfluss gehabt hat etc..

    und selbst malen, schreiben und musizieren halte ich für bei weitem kreativer wen es aus eigener intention kommt

    im großen und ganzen denke ich das kinder aus eigener motivation am besten lernen

    @Großstadtpflange
    Willkommen bei uns und vielen dank für deine links :)

    @fello

    ich denke der staat ist generell eine schlechte quelle für schulbildung weil er keine wirkliche konkurrenz hat
    in einer freien gesellschaft mit eigentum (markt-anarchie) würde eine schule die für jeden offensteht von spenden finanziert werden
    der unterschied zu steuern ist einfach das man für spenden etwas leisten muss währe man steuern erzwingt
    schulen wo massenhaft kinder durch die (schulunabhängigen) prüfungen fallen würden ihre spender verlieren
    schulen die schüler stressen werden ihre diese verlieren

    in einer freien eigentumslosen gesellschaft (kommunistische anarchie) währe das gründen einer schule einfacher, dafür die qualitätswahrung aufwendiger

    und schule zu erzwingen führt wahrscheinlich vor allem zu deprimierten auswendig-lern-kids die sich genau die formuliereungen einhämern die der lehrer ihnen vorbetet und die zusammenhänge nur bruchstückhaft begeifen

    und einen lernzertifikat für ein bestimmtes wissensfeld zu erreichen währe einfach deswegen eine motivation weil man dann als fähiger mensch gesehen wird der an projekten und verträgen beteiligt werden kann

    und für „chancengleichheit“ ist eins am wichtigsten: die abschaffung der armut
    armut ist nichts anderes als gezielte ausgrenzung einiger menschen am wohlstand anderer (und kann auch nur durch massiven zwang eralten werden)

    „Ich finde den Beitrag sehr interessant, aber an manchen Stellen leidet die Leserlichkeit wirklich sehr unter Ausdrucks’fehlern’ die dir bei einer Korrekturlesung vll. sofort auffallen würden. ;)“

    nun direkte ausdrucksfehler sind mir nicht aufgefallen.. ich habs auch mal korrekturgelesen
    mein verzicht auf satzpunkte hat eher historische gründe nämlich frühere sprachexperimente.. blos das satzpukte für mich irgendwie unbefriedigend als trennzeichen wirken..
    ein senkrechter trennstrich würde sich anbieten | vielleicht schreib ich demnächst so..


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