Archiv für April 2008

videoflyer zum kampftag der arbeitslosen


(link zum youtube-video)

leider kann ich nicht hin, ist zu weit weg… das video ist aber nett gemacht…

amonismusa1021

verschiedene realitäten

realitäten sind relativ, und zwar alle realitäten.

welche realitäten gibt es? nach meinem verständnis genau zwei verschiedene „arten“: die subjektive realität, die jedem menschen eigen ist und die empirische/kollektive realität, die die subjektiven realitäten einer gruppe von menschen zusammenfasst.
die subjektive realität ist das, was jeder für sich selbst wahrnimmt und erlebt. also ungefähr alles, was sich „im kopf“ abspielt.
in der anderen richtung bedeutet die empirische realität, das kollektiv zustandegekommene, also die summe aller wahrnehmungen einer gruppe, oder weitergefasst sogar der ganzen menschheit. naturgemäß wird diese realität an den rändern immer schwammiger und unkonkreter je größer die gruppe ist. wer weiß z.b. schon ob es ausserirdische gibt? die menscheit als ganzes hätte da eine sehr ungenaue ansicht, aber eine gruppe von ufo-forschern hätte eine sehr konkrete vorstellung. andersherum sind dinge, wie z.b. die schwerkraft schon sehr konkret auch in der gruppe aller menschen etabliert und man muss schon sehr „verrückt“(=wahnsinnig) sein, um nicht an die schwerkraft zu glauben.

wo ist jetzt noch platz für die sogenannte „objektive realität“? nirgends. das was die meisten mensch unter „objektiv“ verstehen ist nämlich genau die eben beschriebene empirische realität. es wird zwar behauptet, es gäbe eine von menschen unabhängige realität, die für alle wahrnehmbar und wahr ist, aber wie kann etwas „objektiv“, also ausserhalb des menschen sein, was sich nur über die wahrnehmung der menschen definieren lässt? wo kann der subjektive mensch dabei das „subjekt“ verlassen und zum „objekt“ werden? es geht einfach nicht. und die meisten menschen, die behaupten „objektiv“ zu sein, wollen damit nur ihren eigenen standpunkt anderen aufzwingen und andere ansichten entwerten, indem sie behaupten sie würden die „absolute wahrheit“ kennen, eine super-wahrheit. das ist das wesen des objektivismus.

was ist dann mit der wissenschaft? die wissenschaft ist von der definition und methode her ganz klar empirisch und nicht objektiv. es gibt sogar wissenschaften (z.b. theologie und philosophie), die nicht von der gesammten menge der menscheit abhängen, sondern von der kollektiven realität einer kleineren gruppe, und dessen empirischen erforschung.

dabei belasse ich es jetzt erstmal und guck mal, ob ich überhaupt reaktionen bekomme… ;)

amonismusa1021

materialismus…

so lange nichts mehr geschrieben… vielleicht fang ich ja wieder an…

ich mache mir zur zeit gedanken über materialismus. es scheint mir zur zeit, als wäre alles in unserer welt vom materialismus bestimmt. selbst die meisten politischen ideologien zielen darauf ab. und diejenigen, die den materialismus doch in frage stellen sind meist religiöse fanatiker.
die schlimmsten ausläufer des materalismus sind aber immerhin diktaturen, ausbeutung und objektivismus.

ich habe von einem interessanten gedankenexperiment gelesen (link zum wikipedia-artikel), und teile dabei die meinung, dass es etwas ausserhalb des physischen empfindens/erlebens/erkennens gibt. die innere, subjektive welt des menschen wird bedauerlicherweise oft ignoriert. dabei kann man mit hilfe der eigenen träume und vorstellungen, also mit seiner kreativität und fantasie soviel im eigenen geist erschaffen und erleben. leider wird soetwas oft nicht hoch bewertet. für den materialismus ist fantasie und kreativität eben wertlos; oder nur insofern wertvoll wie man es auf irgendeine art in materielle form bringen kann. (z.b. durch „vermarkten“) wer behauptet, dinge zu sehen oder zu erleben, die andere nicht nachempfinden können wird leider oft zum verrückten, spinner oder lügner erklärt. hm… in meiner eher materialistisch geprägten phase habe ich das selbst einige male getan.
inzwischen denke ich, eine rein materielle welt, in der alles nur aus materie und der dahintersteckenden energie besteht, wird der mensch in gewisser weise entwertet.

natürlich stellt sich dann die frage, was es ist, was verschiedene menschen gemeinsam oder ähnlich (kollektiv/empirisch) erleben, und ich will auf gar keinen fall in den solipsismus abrutschen. ich kenne die antwort einfach noch nicht.
materialismus finde ich aber, ist sehr einschränkend und hat für mich zumindest keine zukunft mehr…

a1021


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