oo menʃen dıı ıır aıne ʃpraxe ʃprecet | hœœret, ¡ıır vard betroogen! | duŋkle mæcte macten sıc oırer ʃpraxe als herʃaftsinstrument |
vaarlıc dıı “Neue Deutsche Rechtschreibung” vard aın lyygenbuux vıı dıı alte
gaıstlooze reegeln maxen oıc lernen, leesen und ʃraıben ʃver | dabaı ıst es zoo aınfax |
es folget dem ferʃtand, das man ʃraıbt vıı man ʃprıcht | zonst være es ʃraıbe und nıct ʃprache genannt | ¡ales andere vııdersprıct dem ferʃtande und der fernunft!
vııfııle kınder haaben proobleme mıt der rechtʃraıbuŋ | nıct vaıl sıı unfernynftıg sınd ¡zondern vaıl dıı rechtʃraıbuŋ es ıst!
zehet das alfabet vas dıe alten uns gaaben raıcet nımer, sıı ʃrııben “achtung” anstat “axtunŋ” und sıe sahen nıcht das “sch” kaıne leter vard | dıı armen tœlpel sahen nıct daa sıı geblendet vaaren, und sıı fyr dıe kœœnıge yybler aarbaıt laısten musten
nuun aaber flııhet | ¡flııhet vor dem untıır leevııaataan! | das oıc beraubt und oıre fraıhaıt mısaxtet |
steket ıhm oıre zungen entgeegen und mısaxtet saıne vaısuŋ
ʃraıbe ales vıı duu es fyyr am besten hæltst
maı hend | maı mauþ | maı leŋvıdj
(nein ich werde jetzt nicht immer so schreiben, es ist nämlich nicht nur ungewöhnlich zu lesen sondern dauert ziemlich lange zu schreiben)
–marti

Gibt’s auch ‘ne Übersetzung?
Das lesen ist nämlich nicht nur Ungewöhnlich, sondern auch schwer und Uneindeutig.
(Weiß noch nict mal, ob es bei mir richtig angezeigt wird)
wär blöd wenns nicht richtig angezeigt werden würde.. vielleicht solltest du die DejaVu Sans installieren und im browser als standartschrift einstellen.. ist sehr umfangreich
sorry wenns wirklich nicht zu lesen ist, ich werde wahrscheinlich noch eine übersetzung nachliefern über die woche..
Also, vielleicht haben es die Ausländer da endlich etwas einfacher, denn ich habe keine Probleme mit dem Text…
Und es rattert in meinem Kopf: wäre ich bloß *D*O*C*H* Prediger (oder wenigstens etwas mehr gebildet in diesen Dingen…), so wüsste ich doch was alles mit Leviathon gemeint wäre… Es kommt mir soooo bekannt vor, aber ich komme nicht drauf…
Ist das diese Plansprache, die du meintest? Was war das noch… lojban? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, das da oben ist immer noch viel zu deutsch…
Leviathan: Nach Thomas Hobbes, einem englischen Staatstheoretiker des Absolutismus, ist der Leviathan Sinnbild für einen alles vereinnahmenden Staat, der „große Leviathan” ist die Person, die alle Macht in sich vereint, damals also der absolut herrschende Fürst.
In christlicher Dämonologie versucht der Drache Leviathan als einer der sieben Dämonenfürsten den Menschen zur Todsünde des Neides, der Dämonologe Peter Binsfeld erkannte im Leviathan denjenigen Dämon, der zur Trägheit verführte.
Beide laut Internet…
ja.
fliehet Leviathan!
naja, ich glaube ehrlich gesagt, neid und trägheit haben nichts mit rechtschreibung zu tun… und sind auch nicht wirklich schlimme dinge…
ich kenne leviathan vor allem als gigantisches monster…
Nun, wenn Lehrer (als große herrschende Fürste der Schulnote)
ihr unwesen treibendie Arbeiten benoten… da kann es mal vorkommen, die Schulen sind voll mit gigantische Monstern…Und träge sind die Lehrer… wie ist es sonst zu verstehen: sie führen die Bildungsmonopol aus. Es gibt eine Anwesenheitspflicht… und eine Note 3, aus irgendwelche mir unerklärlichen Gründen, bedeutet das Kind habe die Leistung: genügend. Man sollte doch meinen können: eine Note 3 ist ein Zugeständnis der vergebende Lehrer, nach dem Motto: Ich weiss nicht, wie ich dieses Kind den ganzen Stoff beibringe. Oder eben: ich bin eben zu faul, um zu sichern das Fritzchen alles versteht (oder eben ordentlich schreiben kann…).
hier mal die übersetzung:
ich hab beim “übersetzen” schon gemerkt das ich mich einige male vercheckt habe
die buchstabenfolge “ch” zum beispiel dürfte garnicht vorkommen (den schweizern zuliebe :P)
ja das ganze ist ziemlich altbacken geschrieben, ich finde den kontrast zwischen dem stil des textes, dem anarchoiden inhalt und der schreibung witzig ^^
und ich meinte leviathan im sinne des staates ;)
ich find es irgendwie amüsant den staatsapparat als monströs und gruselig darzustellen, da kommt mir
dieses wütende plattgefahrene mutantenhühnchender bundesalder gerade recht ;)Diesen kleine Text hat mein Gedankenwelt ziemlich geöffnet… ich hoffe bald, einige Beiträge dazu zu geben…
hm… also ich hab nicht so bemerkt, dass viele lehrer faul sind, aber ich hatte auch das glück nciht auf eine hauptschule gehen zu müssen. die meisten lehrer die ich kannte waren eigentlich ziemlich engagiert und manchmal selber frustriert, dass sie zu wenig zeit oder material zur verfügung hatten, um den stoff vernünftig jedem beizubringen. die lehrer machen ja nicht das schulsystem. das ist ja das problem, dass sowas von leuten entschieden wird, die ncihts mit pädagogik am hut haben. (der bildungssenator von bremen, als ich da zur schule ging war z.b. vorher manager von einer fussballmanschaft – tolle referenz).
was ich allerdings fies fand, und das kam erst am ende der oberstufe, war der “fehlerquotient”, den gab es vor allem in englisch und da wurde nach einer komischen formel und mit den gesammten rechtschreibfehlern dann die note “errechnet” und die ging steil nach unten je mehr fehler man hatte. das ganze zählte neben inhalt und ausdruck ausserdem zu einem drittel zur gesammtnote. mir fiel das nicht ganz so schwer, war meistens mein besten drittel :P aber viele meiner mitschüler hatten da größe probleme, obwohl ihre arbeiten inhaltlich ausgezeichnet waren bekamen sie keine so gute note…
Nun. Es ist so: ich nehme an, es gibt die armen Schlucker, die sich aus irgendein Idiologie oder Zuneigung einen Beruf erlernen, den sie brav jahrein, jahraus ausüben (wenn sie *glück* haben). Es müss nicht Lehrer sein, kann eben auch Bauer, oder Dachdecker. Es ist ein redlicher Arbeiter, der sein Ding machen möchte. Er möchte für sein Einsatz etwas zurück bekommen (meistens ein Gehalt) um sich selber zu unterhalten.
So weit, so gut. Aber aus irgendein unerklärlichen Gründ, hat er andere Leute, die ihm sagen, was er wann und wo zu tun hat. Und wie. Der Lehrer, der Bauer, der Dachdecker. Die können nicht einfach entscheiden, was sie wo tun, geschweige denn wie. Du hast recht, mit deiner Beobachtung vom Bremer Bildungssenator.
So sind wir (sofern wir auch zu den ARMEN SCHLUCKER gehören) vom Willkür deren, die über uns stehen (ugh, mein Deutsch lässt besonders in solchen Augenblicke nach, verstehst du, aber was ich meine?). Wir nennen das Fortschritt, wir nennen das Marktwirtschaft, wir nennen das Angebot und Nachfrage, wir nennen das Regieren… Ich nenne das Problematisch.
In Realität, geht es darum, dass es immer noch eine herrschende Klasse gibt. Es hat sich nicht sehr viel seit dem Mittelalter geändert… Der Mensch (die ARMEN SCHLUCKER) ist träge geworden. Und so sind es auch alle deine Lehrer. Oder? Wie wäre das sonst zu erklären? Warum gibt es nicht einen RIESEN AUFSCHREI unter den Pädagogen? Weil sie erkannt haben (oder erkennen lernen), dass sich eh nichts ändert? Oder weil sie träge geworden sind?
Irgendwie, gibt es noch ‘ne Menge Gedanken in meinem Kopf die in etwa mit diesen Themengebiet zu tun haben… ich schätze es braucht seine Zeit, bis ich sie geordnet und “zum Papier” gebracht habe…
Ich finde Marti’s Beitrag aber sehr einladend zum Nachdenken…