menschen haben jede menge rechte. diese rechte sind als „menschenrechte“ bekannt und werden von den meisten staaten anerkannt (allerdings nicht von allen umgesetzt, aber das ist ein anderes thema). wieviel das wert ist, dass staaten solche rechte erzwingen anstatt sie friedlich zu vermitteln, das will ich hier mal aussen vor lassen.
mir geht es vor allem um die rechte, die die anderen tiere haben. offenbar haben sie ein sehr beschränktes recht nicht zu sehr gefoltert zu werden, etwas was man „tierquälerei“ nennt. sie haben allerdings kein recht auf leben, freiheit oder lebensraum. diese rechte stehen nur einer tierart zu, dem menschen. warum ist das so? die anderen tiere sind uns unterlegen. der mensch hat die macht und bestimmt, dass sein leben schöner ist, wenn er die anderen als minderwertig betrachten kann. denn andere menschen versklaven, töten oder sogar aufessen, das wäre ja „barbarisch“, das geht nicht, also nimmt man halt andere tiere.
man stelle sich nur mal die ganzen dinge die mit anderen tieren gemacht werden vor, wie sie mit menschen besetzt aussehen würden… zoos, haustiere, schlachterein, zwangsumsiedlung etc. die meisten menschen meinen, das kann man nicht vergleichen. aber warum nicht? weil die anderen tiere angeblich weniger intelligent sind? trotzdem darf man auch keine dummen menschen töten. weil sie schwächer sind? trotzdem darf man keine schwachen menschen in käfige sperren. weil sie sich nicht wehren? ist sklaverei an menschen gerechtfertigt, solange sie keinen aufstand machen? alle diese gründe sind nicht besonders gut und am ende bleibt nur einer übrig: weil die anderen teire anders sind, weil sie keine menschen sind. ich behaupte einfach mal, dass diese ansicht nicht weit vom rassismus entfernt ist.
nun zu meiner überschrift. ich glaube es wäre gar nicht so schlimm, wenn der mensch seine autoritäre stellung in der natur aufgeben würde und sich in seine lebensräume zurückzieht und den anderen tieren und den pflanzen ihre lebensräume lässt. die evolutionäre besonderheit des menschen ist seine fähigkeit werkzeuge zu benutzen. wir bauen städte statt nestern in denen wir wohnen. das kann ein platz des menschen sein. oder einiger menschen.
ich maße mich nicht an zu bestimmen, wie die menschen am besten leben könnten. nur der mensch benimmt sich insgesammt als art zur zeit ziemlich daneben und beansprucht boden, lebewesen und sogar genetisches material als sein „eigentum“. und sobald wildtiere anfangen auf ihrem territorium die tiere zu jagen, die der mensch da als „vieh“ gefangenhält, wird sofort mit dem töten der jäger begonnen. wenn ein tier, wie z.b. ein bär in ein gebiet kommt wo der mensch sich anmaßt ein alleiniges lebensraumrecht zu beanspruchen wird dieses tier einfach ermordet. der mensch pflanzt pflanzen an stellen wo sie natürlich nie wachsen würden, und zwingt sie da mit düngern und bewässerung zu wachsen und wundert sich dann, wenn die pflanzen nicht „gehorchen“ und verdorren. der mensch baut seine städte in überflutungsgebiete, zwingt ganze flüsse in andere bahnen und breiten und jammert dann unschuldig, wenn es überschwemmungen gibt. die menschen holzen wälder an hängen gnadenlos ab und wundern sich über lawinen. und die liste geht immer so weiter.
ich kann nur hoffen, dass es irgendwann einmal ein äquivalent der menschenrechte geben kann, das für alle tiere gilt. und das der mensch sich nicht mehr als herr, sondern als teil der natur ansehen kann. und das muss nicht bedeutet, dass man auf fortschritt verzichtet.
a1021
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