Archiv für November 2006

Schubladendenken

Mir ist gerade wieder etwas eingefallen, was ich vor langer Zeit mal geschrieben hatte. Komisch dabei dachte ich immer zu der Zeit hätte ich gar nicht so kluge Dinge hervorgebracht.

Das ganze ging irgendwie so: Ich bin kein Deutscher, Ich bin kein Kommunist, Ich bin kein Mann (und noch ein paar Sachen, die ich vergessen habe), ich bin nur ein Mensch und ich möchte auch nur danach bewertet werden. Oder so ähnlich, hätte ich es mal nicht gelöscht… hm

Aber worauf es ankommt ist: Ich hatte Recht. Ich konnte die Dinge damals nicht in ganz klare Worte fassen, deshalb war es in dieser Form. Es ging um diese Schubladen in der Gesellschaft. Jeder Mensch wird da irgendwo reingesteckt und ich finde das schrecklich. Das fängt schon damit an, dass die meisten Leute denken, ich wäre ein Mann oder ein Deutscher. Selbst wenn sie mich noch gar nicht kennen. Der Staat behauptet das auch immer. Und das allerschlimmste ist, dass einem damit auch noch bestimmte Attribute angehängt werden. Das geht zum Teil soweit, dass Menschen glauben, sie wüssten was ich denke, obwohl ich nie davon erzählt habe.

Ich mag mich auch selber nicht mehr darein stecken, obwohl ich das früher sicher getan habe. Deshalb wundert es mich auch etwas, dass ich damals schon sowas geschrieben habe. Und andere will ich natürlich auch nicht so bewerten. Obwohl ich das tue, zumindest jetzt nur rein automatisch. Wenn ich drauf achte, dann passiert das nicht. Fällt das allen so schwer? Naja, zumindest sehe ich aber auch nicht so oft, dass jemand diese Dinge wenigstens versucht zu vergessen. Ich kann zwar irgendwie Verständnis zeigen, aber es wäre auch schön, wenn sich die anderen mal ein wenig anstrengen würden. Irgendwann würde das sicher auch weggehen, dass man sowas automatisch macht, bei mir wird es schon weniger glaube ich…
Das bringt mich zwar jetzt auch nicht viel weiter, aber ich bin froh, dass ich mal wieder dran gedacht habe…

a1021

Brainwave Generator

Gerade eben habe ich ein interessantes Programm ausprobiert. Naja, zumindest dachte ich, es wäre interessant. Es soll angeblich dabei helfen die Gehirnwellen mit Hilfe von Tönen auf eine bestimmte Frequenz zu bringen und dadurch bestimmte Dinge auszulösen. Offenbar gibt es da wohl einige bestimmte Einteilungen und je nach Phase bzw. Frequenz werden bestimmte Dinge erleichtert oder es werden bestimmte Effekte hervorgerufen.

So soll es zumindest funktionieren. Ich hab bei meinem kleinen Selbstversuch gerade eben zumindest nicht viel bemerkt. Weder das Entspannungsprogramm hat mich entspannt, noch das Einschlafprogramm zum Schlafen gebracht (dabei war ich sogar etwas müde). Das ist sehr entäuschend, weil gerade die Aussicht, vielleicht seinen Schlaf zu reduzieren fand ich sehr verlockend. Dann hätte man nämlich mehr Zeit für andere Dinge.

Leider scheint dieses Programm auch noch sogenannte „Shareware“ zu sein, also die Art von Programm, wo man erst eine Münze einwerfen muss, damit sie richtig funktionieren. Nichtmal die Frequenz-Programme aus der Bibliothek auf deren Website konnte man importieren ohne zu zahlen.

Jetzt habe ich extra eine Verlängerung für meine Kopfhörer eingebaut, damit sie vom Rechner zum Bett reichen (für die Schlaf-Programme), das Programm unter Linux zum laufen bekommen und natürlich auch noch die Programme versucht. Was für eien Verschwendung meiner Zeit. Da mache ich jetzt lieber einen Spaziergang im Regen, ich glaube da habe ich mehr von als von diesem Experiment. :)

a1021

Ein trauriges Ende…

Es ist wieder passiert: Ein Mensch dringt in eine Schule ein, richtet seine Waffen auf Lehrer und Schüler und erschießt sich schließlich selbst. Normalerweise würde ich um diese Geschichten nicht viel geben, da oft großer Sensationsjournalismus drum betrieben wird und das Leid aller Opfer darunter vergessen wird. Aber in diesem Fall hat etwas meine Aufmerksamkeit erweckt. Ein Abschiedsbrief, der sicher bald auch verschwinden wird, wenn man sich ansieht, wie daraus in den Medien zitiert wird. Ich werde einige andere Stellen zitieren.

„Man hat mir gesagt ich muss zur Schule gehen, um für mein leben zu lernen, um später ein schönes Leben führen zu können. Aber was bringt einem das dickste Auto, das grösste Haus, die schönste Frau, wenn es letztendlich sowieso für’n Arsch ist. Wenn deine Frau beginnt
dich zu hassen, wenn dein Auto Benzin verbraucht das du nicht zahlen kannst, und wenn du niemanden hast der dich in deinem scheiss Haus besuchen kommt!“

„Ich habe in den 18 Jahren meines Lebens erfahren müssen, das man nur Glücklich werden kann, wenn man sich der Masse fügt, der Gesellschaft anpasst. Aber das konnte und wollte ich nicht. Ich bin frei! Niemand darf in mein Leben eingreifen, und tut er es doch hat er die Konsequenzen zu tragen!“

Die Psychologen behaupten es läge an der Schule und Schule wäre nunmal manchmal grausam. Die Schüler hätten eine geringere Frustrationstoleranz, dass nur gescheiterte Existenzen zu Amokläufern werden usw.

Was ist denn eine „gescheiterte Existenz“? Jemand der es nicht geschafft hat sich an die Gesellschaft anzupassen oder sich nicht anpassen wollte? Warum ist die Schule denn so grausam? Vielleicht weil es dort nicht um die freie Entfaltung der Schüler geht, sondern darum eng festgelegte Dinge auswendig zu lernen und in eine Form gepresst zu werden, damit man möglichst große Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat? Geringe Frustrationstoleranz… eine Unverschämtheit sowas zu sagen finde ich. Man weiß also, dass etwas schief läuft, aber anstatt etwas zu bessern sagt man nur „stellt euch nicht so an!“ und wer damit nicht fertig wird ist selber schuld. Das ist ja wirklich einfach…

„Meine Handlungen sind ein Resultat eurer Welt, eine Welt die mich nicht sein lassen will wie ich bin.“

Wir teilen Druck und Schmerz aus und wenn das ganze irgendwann auf uns zurückreflektiert wird, dann wundern wir uns. Diejenigen, die sich nicht der standardisierten Gesellschaft fügen wollen verfallen entweder in Depression, Alkohol- und Drogensucht, passen sich letztlich doch an, werden durch Psychologen „umgepolt“ oder sie werden einfach zu vergessenen Einsiedlern. Oder es passiert sowas wie hier. Menschen sind eben verschieden und reagieren verschieden auf Druck und Ausgrenzung. Die anderen Fälle sind alle vergessen, es wäre wohl kaum eine Erwähnung wert gewesen, wenn dieser Mensch einfach Selbstmord begangen hätte. Das hätte natürlich trotzdem kein Grund für ihn sein sollen, Gewalt an anderen anzuwenden! Sondern vielmehr sollten alle Menschen auch mal links und rechts von sich gucken, was da noch für andere Menschen sind. Und in sich selbst gucken, ob sie wirklich von innen heraus leben oder sich von aussen definieren lassen und schon längst angepasst sind. Denn wenn kein Platz für alle Menschen ist, dann wird sich das irgendwo entladen.
Freiheit heisst doch nicht, ich darf arbeiten wo man mich lässt, ich darf mir (von meinem begrenzten Geld) kaufen was ich möchte und ich darf Urlaub machen wo ich will. Achja und nebenbei wähle ich dann noch ein paar Politiker, die die wirklich wichtigen Dinge für mich entscheiden, ich möchte ja mein armes Köpfchen nicht zu sehr anstrengen… Ob andere sich diesen Regeln dann nicht unterwerfen wollen ist mir ja egal, wems nicht gefällt, der kann ja so werden wie ich…

Genau so denken leider viel zu viele Menschen…

Und die Konsequenz die wiedermal gezogen wird lauten nur: Mehr Gesetze und mehr Überwachung und mehr Anpassung des Einzelnen an die Gesellschaft. Obwohl genau diese Dinge, diese Einengungen der Auslöser waren. Ich befürchte gerade deshalb werden solche Dinge immer wieder geschehen und das macht mich sehr traurig. Anstatt sich anzuschauen, weshalb ein Mensch überhaupt so denken kann, wird nur wieder oberflächlich irgendwas verboten. Das Problem wird nie an der Wurzel gepackt.

Es ist so einfach einen Schuldigen woanders zu suchen: Ein Wahnsinniger war es; Es ist sehr einfach einem Toten alleine die Schuld zu geben; Es ist ein Einzelfall; Irgendwelche „Killerspiele“ sind schuld; (Ich kenne übrigens ein viel realistischeres Killerspiel) und bestimmt werden noch viele andere Gründe „gefunden“ werden.

Die Wahrheit ist: Ihr seid auch schuld. Wir sind alle schuld.

Solange die Schule nicht da ist, um etwas zu lernen, sondern um einen Job zu bekommen,

Solange eine sehr eng eingegrenzte Art von Lebenseinstellung alle Vorteile in der Welt hat, während alle anderen „abfallen“,

Solange Materialismus und Äusserlichkeiten mehr zählen, als innere Werte,

Solange unsere Gesellschaft geteilt ist in „Gewinner“ und „Verlierer“,

Solange wir unser Denken aufgeben und es einer kleinen Minderheit oder einer kollektiven Dummheit überlassen,

Solange wir nicht mehr zuhören, wie es anderen Menschen geht,

Solange wir alle Angst haben und glauben, irgendwelche staatliche Überwachung und Gesetze könnten uns schützen.

Aber kein Gesetz kann uns vor uns selbst schützen. Kein Gesetz kann andere vor uns schützen. Keine Überwachungskamera kann den gesellschaftlichen Druck aufzeichnen, der uns in eine bestimmte Form drängt und jeden Individualismus im Keim zu ersticken versucht. Kein Politiker, kein Unternehmer, kein Gott und auch sonst niemand, dem wir erlauben uns zu beherrschen, dem wir uns unterwerfen, wird dafür sorgen, dass wir freiere Menschen sein können.

Jetzt zum Schluss möchte ich noch ein Zitat aus dem „Abschiedsbrief“ nehmen, eins welches wahrscheinlich nie den weg in die Medien finden wird, der Text schließt mit

„Als letztes möchte ich den Menschen die mir was bedeuten, oder die jemals gut zu mir waren, danken, und mich für all dies Entschuldigen!“

Kein böser Mensch, kein Dämon der aus der Hölle kam und kein Verrückter würde so schreiben, denke ich. Er wusste was er tat, sein Fehler war anzunehmen, er könne nicht mehr anders handeln. (Und er dachte, amn könne mit Gewalt Dinge lösen, was auch aus dem „Brief“ hervorgeht) Niemand ausser er selbst wurde getötet. Jemand, der sowas monatelang plant und übt schießt nicht daneben. Ich glaube, der Täter bekam es da doch nicht übers Herz, jemanden wirklich zu töten. Ich will diese Tat nicht verherrlichen, viele Menschen wurden verletzt und sowas kann ich absolut nicht gutheissen. Aber man sollte aufpassen, was, wen und wie man dämonisiert und verteufelt.

Und man sollte nach Fehlern vor allem auch mal bei sich selbst suchen. Und nicht bei Dingen, die sowas hervorbringen denken „das ist nunmal so und muss so sein“, sondern auch tief in unsere Gesellschaft verankerte Regeln hinterfragen.
a1021

(Anm.: Ich kenne natürlich auch nicht alle Fakten und habe als Quellen, was wirklich passiert ist auch nur die Medien und den besagten Abschiedsbrief.; Ich will das alles auch nicht beschönigen und finde es schrecklich, was passiert ist. Man kann mit Waffengewalt erst recht nichts lösen.)

Krieg und Frieden

Vor kurzem las ich einen kleinen Text von einem amerikanischen Soldaten, der behauptete Pazifismus funktioniere nicht. Für jeden Pazifisten müssten dutzende andere zur Waffe greifen. Weiter ging es damit, dass die heutigen Terroristen extrem gefährlich seinen, weil sie sich als Teil einer Armee ansehen und weil ihr oberstes Ziel wäre, die westliche Zivilisation auszulöschen und den Islam auf der ganzen Welt an die Macht zur bringen. Die Pazifisten wären dann die, die zu erst sterben müssten, wenn die Soldaten ihre Waffen niederlegen würden. Achja, und er würde diese Menschen ganz schrecklich hassen, dafür dass sie deswegen töten und auch zivile Opfer in Kauf nehmen. Sie wären das „Böse“ und irgendwer müsse sich ihnen ja entgegenstellen Soviel dazu, wie ich auf meinen Gedanken gekommen bin.

Wer dieser Soldat war ist ja eigentlich egal. So egal sogar, dass ich mir die Frage stelle, ob nicht sogar egal ist auf welcher Seite er steht. Denn denken nicht die Soldaten beider Seiten im Krieg genau so? Bzw. sollten sie so denken… Ich sehe hier zumindest so einige Dinge, z.B., glauben beide sie wären Mitglied einer Armee, beide Seiten behaupten, der Gegner wäre das „Böse“ und müsse zurückgedrängt werden. (Das hört sich immer so an, als würde sich ein Tor zur Hölle auftun und raus kommen böse Islamisten oder Amerikaner, die die Welt vernichten wollen, es ist schon etwas absurd) Beide Seiten nehmen zivile Opfer in Kauf, obwohl beide das natürlich bestreiten. Die Soldaten beider Seiten hassen sich.

Niemand wird als Soldat geboren. Und niemand wird mit Hass geboren. Wie das entsteht ist auch auf beiden Seiten gleich (das gilt übrigens für jeden Krieg, ob in der Gegenwart oder in der Vergangenheit): Erziehung durch den Staat oder andere Herrscher. Also durch diejenigen, die an dem Krieg ein Interesse haben, aber ihn nicht führen, während die Soldaten diejenigen sind, die den Krieg führen, aber keinen Vorteil und kein Interesse daran haben können. Den Soldaten wird nahegelegt, fremde Menschen zu hassen und zu töten. Der Gegener wird dämonisiert. Dabei wird die Tatsache verschleiert, dass dich die Soldaten der verschiedenen Fraktionen in einem Krieg untereinander von den Interessen viel näher stehen, als sie ihren jeweiligen Herrschern nahe stehen.

Wie funktioniert also Pazifismus? Die Soldaten können die wahren Pazifisten sein. Kein Soldat hat einen Vorteil davon einen anderen Soldaten zu töten. Sie sollten gemeinsam die Waffen niederlegen und damit gleichzeitig die Auftraggeber des Krieges entmachten.

Ich stelle mir wieder eine hypotetische Situation vor: Man könne zwei Soldaten beider Fraktionen dazu bringen ihre durch die Propaganda eingepressten Vorurteile und ihren Hass schriftlich niederzulegen. Dann sollen sie ihre Meinungen vergleichen. Ich bin mir natürlich nicht 100% sicher, aber ich glaube es würden sich viele Gemeinsamkeiten finden und dann würden diese Soldaten vielleicht erkennen, dass sie beide auf die selben Lügen hereingefallen sind, dass sie viel gemeinsam haben. Sie würden zu ihren jeweiligen Truppen zurückkehren und diese Informationen verbreiten. Vielleicht… Aber es ist nur ein Gedankenspiel. Leider lässt sich das Problem des Krieges nicht so leicht lösen, aber ich glaube jeder kann etwas tun. Ich muss meine Waffen nicht niederlegen, denn ich werde einfach nie eine in die Hand nehmen… Pazifismus scheitert nur, wenn keiner mehr daran glaubt denke ich. Oder hoffe ich…

a1021

ecdl: gedankenlose kompetenz #02

heute: die ecdl-prüfung.. naja, besser spät als nie
ich sollte vielleich nochmal richtig darauf hinweisen das ich bis jetzt nur den ersten teil des kurses belegt habe, allerdings ist es offensichlich anders gegliedert als der in der wikipedia beschriebene ablauf, da wir von anfang an eigentlich nichts außer die windows-gui behandel hatten

jetzt kommt also mein bericht über den prüfungsablauf:
unsere ausbilder und ‘lehrer’ haben uns zu einem sehr kompetenten glasgebäude, in dem sehr kompetente menschen ein und ausliefen
wir konnten uns einen platz suchen und die computer einschalten
wir bekamen einen benutzernamen und ‘passendes’ passwort (soweit ich mich erinnere war es der benutzername) für die windows-anmeldung
sie schienen nicht nur für tests eingerichtet zu sein, vermutlich unterrichtsräume, es war zu meinem überraschen nicht nur Windows XP mit ‘obligatorischen’ MS Office sondern auch OpenOffice.org und Firefox..

nach einer weile bemerkte ich das die eingestellte bildschirmauflösung nicht mit der eigentlichen auflösung der tft-displays übereinstimmt, und so in regelmäßigen abständen zeilen interpoliert wurden, das erste wirkliche ‘indiz’ dafür das die macher des tests selbst nicht viel mehr von der technik verstehen als das was sie testen

wir wurden dann aufgefordert den Internet Explorer (was auch sonst.. wie ich später festgestellt habe zeigt nicht einmal Firefox den test richtig an) zu öffnen und eine adresse (irgendwas mit „admin.“ am domain-anfang) einzugeben
daraufhin kamen wir in ein menü wo wir etwas auswählen sollten (ich glaube etwas wie „Prüfungskandidat“) und sollten uns dann den benutzernamen und das passwort für die web-applikation eingeben
das passwort (eine mnemonische (also für merkbarkeit optimierte) kombination 8 kleiner buschstaben, von denen oft welche doppelt und dreifach wahren) und den benutzernamen (eine musterlose mischung von zahlen und buchstaben) haben wir von einer liste bekommen, mit der der prüfungsleiter herumgegangen ist
es wurde uns ausdrücklich empfohlen uns das passwort zu notieren

dann sollten wir erstmal brav unsere daten eingeben: name, adresse, geburtsdaten und geschlecht als pflichtfeld.. was man halt so braucht für einen so test :·P
ein privacy statement war nicht zu finden und meine laute frage (nachdem meine handmeldung (sogar mit stift ;·) ) ignoriert wurde) wurde offensichtlich ignoriert
ich habs dann hat grummelnd ausgefüllt und bei geschlecht den üblichen abzählreim verwendet.. in dem fall war ich weiblich..

besonders peinlich-lustig war das in dem dialog zur eingabe der persönlichen daten auch der benutzername und das passwort fett und im klartext angezeigt wurden, so das man, wenn man das passwort sich nicht so schnell aus der liste merken konnte jetzt genügend zeit hat sich es in aller ruhe von seinem nachbarn oder vorderman zu merken oder zu notieren
man könnte _tatsächlich_ fragen ob ein passwort nicht soetwas wie eine zugangssteuerung ist und deswegen eigentlich nur dann einen sinn hat wenn blos leute es kennen die diesen zugang bekommen sollen
jedenfalls wurde bei der eingabe des passwortes zum login eigentlich maskiert (*****), man könnte meinen das fällt jemandem auf und er mach sich irgendwelche gedanken darüber wozu das wohl gut ist..
offensichtlich nicht..

danach sollten wir auf einen nicht allzu intuitiv plazierten link klicken um zum test an sich zu gelangen
wir bekamen die ’spielregeln’ vorgesetzt, die unter anderem beinhalteten das keine anderen browserfenster außer das in dem der test läuft geöffnet sein dürfen (spicken verboten! ;·) )
nach der bestätigung öffnete sich ein neues browserfenster mit dem test :·P
dann kam erstmal ein ‘ladebildschirm’.. was und vieviel da woher wohin ‘geladen’ würde war nicht ersichtlich dafür aber zumindest die ladegeschwindigkeit in kb/s (ich gehe davon aus das sie KB/s meinen.. aber wen kümmert schon das achtfache mehr oder weniger..)
besonders lustig ist das man den ladebalken in Flash realisiert worden, in JavaScript ist ja schließlich schon genug geschrieben, da braucht man doch noch ein bisschen abwechslung.. :·/

der eigentliche test bestand am anfang aus der beantwortung einiger weniger dummer fragen durch optionsfelder und der rest aus klickarbeit („wo müssen sie klicken um dasunddas zu machen?“, interaktiv :·P )
die schwierigkeit dieser fragen lagen eigentlich nur darin das man nur den ersten schritt angeben sollte der zum ergebnis führt (also z.b. auf den „Start“-button klicken für die „Systemsteuerung“) wozu man mache menüs gut kennen muss.. ziemlich unwirkliche begebenheiten die kaum ewas über irgendwelche kenntnisse und fähigkeiten aussagen
ich habe mir (nachdem es der prüfungsleiter nicht verständlich erklären konnte ob es als betrugsversuch gilt, während der prüfung paint zu öffnen oder nicht) erlaubt einen screenshot zu machen den man hier sehen kann:

[screenshot aus noch nicht geklärten rechtlichen schwierigkeiten entfernt]

auf dem screenshot kann man außerdem sehr ..ähm.. schön sehen wie die screenshots berarbeitet würden (anwendungs-icons die die prüfinge ‘verwirren’ könnten?)
wofür man das tun sollte ist mit zwar ein rätsel, aber wenigstens scheinen sie kein geheimnis daraus machen zu wollen, da die bearbeitungen eigentlch alle ziemlich durch ihre unsauberkeit herausstechen
ach ja.. die anklick-tests sind übrigens wie es aussieht mit QuickTime erstellt wurden.. wie praktisch

zu guter letzt wird man noch mit dieser meldung überrascht: (später zuhause unter linux angefertigt)

tja, will man jetzt einen test den man schon durch hat ‘weiter machen’ oder will man ihn beenden? hmm.. vielleicht will man ja das ergebnis sehen? naja man kann es dann auch sehen, wenn man auf OK klickt
„Abbrechen“ hat nur zur folge das man die letzte beantwortete frage noch einmal sieht.. wems gefällt.. :·P

wer lust hat kann sich unter ecdl.de einen demotest machen.. er hat nicht die fragen die ich hatte, meine waren noch einfacher, technisch ist es das gleiche
im demotest hat mein 13 jähriger bruder alle fragen bis auf eine richtig beantwortet.. einmal musste ich ihm helfen..

aber eigentlich ist das traurig
einer der prüflinge ist durchgefallen, das ist ein offener versagensbeweis für die die es versucht haben es ihm beizubringen

computer bleiben die mysteriösen piependen kisten bei denen es einem gelegentlich gelingt etwas zu tun was in etwa das ist was man ‘machen soll’ oder velleicht sogar manchmal etwas das man selber will
aber was soll man schon mit einem computer?.. :·(
–marti

ps: oops ich hab noch vergessen mein ergebnis zu sagen: 100%
naja, es gibt schlimmeres ;)

Reset

Wenn man allen Menschen die Erinnerungen nehmen würde, könnte man dann leichter die Gesellschaft ändern? Alle Vorurteile und alle kulturellen Barrieren, die heutzutage so umüberwindlich scheinen wären ja dann verschwunden.

Aber natürlich wird so eine Überlegung immer nur Theorie bleiben, es geht wohl eher darum, ob unsere Gesellschaft überhaupt noch zum besseren gewendet werden kann, bzw. ob man wenn man bei null anfängt von Grund auf eine bessere Gesellschaft erschaffen könnte…

a1021


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